Anleitung
Plattenspieler aufbauen und einrichten
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Kurz gesagt
Stellen Sie den Spieler auf eine stabile, ebene Fläche und richten ihn mit einer Wasserwaage aus. Legen Sie Teller und Riemen auf, montieren Sie das Gegengewicht, stellen Sie Auflagegewicht und Antiskating ein und schließen Sie den Spieler an. Erst danach legen Sie die erste Platte auf.
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Ein Plattenspieler wird oft teilweise zerlegt geliefert: Teller, Matte, Riemen und Gegengewicht liegen lose im Karton. Wer den Aufbau sauber erledigt, spart sich später Brummen, Springen und Klangprobleme. Diese Seite führt Sie durch Standort, Montage, Einstellung und ersten Probelauf. Die genauen Schritte unterscheiden sich je nach Modell, das Handbuch hat deshalb Vorrang.
Den richtigen Standort wählen
Der Spieler braucht eine stabile, ebene und möglichst vibrationsarme Unterlage. Ein wackeliges Regalbrett oder ein Schrank neben dem Lautsprecher überträgt Schwingungen auf die Nadel und führt zu Rückkopplung. Ein wandmontiertes Regalbrett oder ein massiver Schrank ist besser als ein dünner Tisch.
Platzieren Sie den Spieler nicht direkt neben den Boxen und nicht auf dem Verstärker, da Wärme und Brummfelder stören können. Lassen Sie hinten Platz für Kabel und oben Platz zum Öffnen der Haube. Mehr zu Unterlagen finden Sie im Beitrag Plattenspieler anschließen.
Auspacken und Teile prüfen
Packen Sie den Spieler aus und heben Sie die Transportsicherungen ab. Bei vielen Modellen sind der Tonarm, der Teller oder der Motor gesichert. Entfernen Sie Kabelbinder, Klebestreifen und Schaumstoffe vorsichtig. Bewahren Sie die Verpackung auf, falls Sie das Gerät zurückschicken oder umziehen müssen.
Prüfen Sie, ob alle Teile vorhanden sind: Teller, Matte, Riemen, Gegengewicht, Tonabnehmer, Netzteil, Cinch-Kabel und gegebenenfalls Adapter für Singles. Fehlt etwas, schauen Sie in der Anleitung nach.
Teller und Riemen montieren
Bei Riemenspielern setzen Sie zuerst den Subteller ein, falls vorhanden, dann den Teller. Der Riemen läuft um den Subteller und um die Motorrolle. Legen Sie ihn gleichmäßig auf und achten Sie darauf, dass er nicht verdreht ist. Bei vielen Modellen liegt er bereits um den Subteller.
Setzen Sie anschließend die Plattenmatte auf. Bei Direktantrieben entfällt der Riemen, der Teller wird einfach aufgesetzt. Den Unterschied der Antriebe erklärt Direktantrieb oder Riemenantrieb. Müssen Sie später den Riemen ersetzen, finden Sie die Handgriffe im Handbuch Ihres Modells.
- 1
Transportsicherungen entfernen.
- 2
Subteller einsetzen, falls vorhanden.
- 3
Riemen um Subteller und Motorrolle legen, nicht verdreht.
- 4
Teller aufsetzen und kurz von Hand drehen.
- 5
Matte auflegen.
Spieler ausrichten
Legen Sie eine kleine Wasserwaage auf den Teller oder das Chassis und stellen Sie den Spieler über die Füße waagerecht. Ein schief stehender Spieler führt zu ungleichem Druck des Tonarms auf die Rillenflanken und verzerrt das Klangbild.
Prüfen Sie ebenfalls, dass der Spieler nicht wackelt. Drehen Sie die Füße so, dass alle gleichmäßig aufliegen. Bei Geräten mit gefederten Füßen sollten Sie die Federung beim Einstellen nicht beschädigen.
Tonarm einstellen: Gegengewicht, Auflagegewicht, Antiskating
Setzen Sie das Gegengewicht auf das Tonarmende. Entfernen Sie den Nadelschutz erst, wenn Sie den Arm sicher führen. Balancieren Sie den Arm aus, sodass er waagerecht schwebt. Stellen Sie danach die Skala am Gegengewicht auf null und drehen Sie das Gewicht auf den vom Hersteller empfohlenen Wert, zum Beispiel zwei Gramm.
Anschließend stellen Sie das Antiskating auf den gleichen Wert wie das Auflagegewicht. Die Hinweise des Tonarmherstellers haben Vorrang. Die Details erklärt der Beitrag Auflagegewicht und Antiskating einstellen. Rechnen können Sie mit dem Rechner für Auflagegewicht und Antiskating. Eine Tonarmwaage verbessert die Genauigkeit.
- 1Headshell: trägt den Tonabnehmer am Ende des Arms
- 2Tonabnehmer: wandelt die Rillenbewegung in ein Signal
- 3Nadel: läuft in der Rille, oft austauschbar
- 4Tonarmrohr: führt die Nadel über die Platte
- 5Gegengewicht: gleicht den Arm aus und stellt das Auflagegewicht ein
- 6Antiskating-Rad: gleicht den Zug zur Plattenmitte aus
- 7Lager: lässt den Arm leicht schwenken und heben
- 8Armlift: hebt und senkt die Nadel ohne Kratzer
- 9Auflagegewicht-Skala: zeigt die Kraft der Nadel in Gramm
Hinweis:Die Nadel ist sehr empfindlich. Berühren Sie sie nie mit dem Finger und lassen Sie den Arm nicht auf den Teller fallen. Bei Vollautomaten stellen Sie den Arm nur wie im Handbuch beschrieben ein.
Anschließen und ersten Test fahren
Verbinden Sie den Spieler per Cinch-Kabel mit einem Phono-Eingang oder, bei eingebauter Vorstufe, mit einem Line-Eingang. Ein Massekabel gehört an den Erdungsanschluss. Schließen Sie dann das Netzteil an und schalten Sie den Spieler ein. Welche Kombination passt, zeigt der Phono-Anschluss-Finder.
Legen Sie eine Platte auf, die Ihnen nicht kostbar ist. Setzen Sie die Nadel vorsichtig auf und regeln Sie die Lautstärke langsam hoch. Läuft der Teller gleichmäßig, die Musik klingt klar und die Nadel springt nicht, sind Sie fertig. Brummt es, hilft Plattenspieler brummt.
Typische Fehler beim Aufbau
Der häufigste Fehler ist ein vergessener Transportschutz. Bleibt er am Motor oder Teller, läuft der Spieler nicht oder nur mit Geräuschen. Fast ebenso häufig ist ein falsch aufgelegter Riemen, der verdreht ist oder nicht auf der richtigen Rolle läuft. Prüfen Sie beides, bevor Sie den Spieler einschalten.
Ein weiterer Fehler ist eine falsche Phono-Verkabelung. Ohne Vorstufe am Line-Eingang bleibt der Ton leise und dünn; mit doppelter Entzerrung klingt er schrill. Wie das richtig verkabelt wird, erklärt der Beitrag Plattenspieler mit oder ohne Vorverstärker.
Auch das Auflagegewicht wird oft nach Gefühl eingestellt. Das führt zu Springen, wenn es zu niedrig ist, und zu Verschleiß, wenn es zu hoch ist. Wenn Sie keine Tonarmwaage besitzen, nutzen Sie die Skala des Gegengewichts und kontrollieren Sie diese später nach.
Häufige Fragen
Muss ich Auflagegewicht immer selbst einstellen? Bei den meisten manuellen Spielern ja. Vollautomaten sind oft ab Werk vorbereitet. Prüfen Sie dennoch die Angaben im Handbuch.
Wie erkenne ich, ob der Riemen richtig sitzt? Der Teller dreht sich gleichmäßig und ohne Schlupf. Rutscht der Riemen oder läuft der Teller unruhig, sitzt er nicht richtig oder ist verschlissen.
Brauche ich eine Wasserwaage? Sie hilft, den Spieler waagerecht auszurichten. Ein Smartphone mit Wasserwaagen-App geht notfalls auch.
Wo hole ich Hilfe, wenn der Spieler nicht läuft? Schauen Sie ins Handbuch und prüfen Sie Netzteil, Riemen und Schalter. Bei Defekten wenden Sie sich an den Hersteller oder eine Fachwerkstatt.
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