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Vergleich

Plattenspieler mit oder ohne Vorverstärker

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Die Frage nach dem Vorverstärker gehört zu den häufigsten Stolpersteinen beim Einstieg. Manche Plattenspieler haben ihn eingebaut, andere nicht, und manche Verstärker bringen einen Phono-Eingang mit. Diese Seite erklärt, wozu der Vorverstärker dient, wann der eingebaute reicht, wann sich ein externer lohnt und wie Sie vermeiden, dass das Signal zu leise oder doppelt verstärkt ankommt.

Wozu dient der Phono-Vorverstärker?

Ein Tonabnehmer erzeugt nur eine sehr kleine Spannung. Bei den üblichen MM-Systemen sind es wenige Millivolt, bei MC-Systemen noch weniger. Dieses Signal ist für normale Eingänge zu leise. Dazu kommt die Schneidkennlinie: Schallplatten werden mit abgesenkten Bässen und angehobenen Höhen geschnitten, nach der sogenannten RIAA-Entzerrung. Der Vorverstärker hebt das Signal an und kehrt diese Entzerrung um.

Ohne diesen Schritt klingt die Wiedergabe sehr leise, dünn und höhenlastig. Der Vorverstärker ist deshalb keine Option, sondern eine Pflicht im Signalweg. Die Frage lautet nur, wo er sitzt.

Eingebaut oder extern im Vergleich

Die Tabelle zeigt die typischen Unterschiede. Konkrete Geräte weichen ab, prüfen Sie daher die Angaben des Herstellers.

Modelle mit eingebautem Vorverstärker →

Wann der eingebaute Vorverstärker reicht

Für den Einstieg ist ein eingebauter Vorverstärker oft die einfachste Lösung. Sie schließen den Plattenspieler an Aktivboxen oder an einen Verstärker ohne Phono-Eingang an und hören los. Viele Modelle haben einen Schalter, mit dem sich die Vorstufe abschalten lässt, zum Beispiel der AT-LP60X, wie die Produktliste ausweist.

Das ist besonders praktisch, wenn Sie Platz sparen möchten oder bisher keine klassische Hi-Fi-Anlage besitzen. Im Gerät ist die Vorstufe auf den mitgelieferten Tonabnehmer abgestimmt. Für gelegentliches Hören reicht sie in der Regel aus.

Einsteigermodelle ansehen →

Wann ein externer Vorverstärker sinnvoll ist

Ein externer Vorverstärker lohnt sich, wenn Ihr Plattenspieler keinen eingebauten hat und Ihr Verstärker keinen Phono-Eingang besitzt. Er lohnt sich auch, wenn Sie bewusst aufrüsten möchten. Bei Spielern mit hochwertigem Tonabnehmer kann eine bessere Vorstufe dessen Qualitäten freilegen.

Auch für MC-Tonabnehmer ist meist ein externes Gerät nötig, das für MC ausgelegt ist. Ein reiner MM-Eingang reicht dafür nicht, da MC-Systeme deutlich weniger Spannung liefern. Typische Verstärkungswerte liegen bei MM um 35 bis 40 dB, bei MC um 55 bis 65 dB, oder es kommt ein Step-up-Übertrager zum Einsatz.

Welche Kombination passt, ermittelt der Phono-Anschluss-Finder. Mehr zu MM und MC zeigt die Grafik unten.

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Der häufigste Fehler: Ein Plattenspieler ohne Vorverstärker wird direkt an einen Line- oder AUX-Eingang gesteckt. Das Ergebnis ist leise und klanglich dünn. Der zweite Fehler ist doppelte Vorverstärkung. Hat der Spieler seine Vorstufe aktiv und hängt am Phono-Eingang des Verstärkers, wird zweimal entzerrt. Das klingt verzerrt und höhenarm.

Merken Sie sich: Schalter am Plattenspieler auf Line, Verstärker auf Line oder AUX. Schalter auf Phono, Verstärker auf Phono. Wie das konkret aussieht, beschreibt Plattenspieler anschließen. Zeigt sich ein Brummen, lesen Sie Plattenspieler brummt.

  • Plattenspieler mit Vorstufe an Line, AUX oder Aktivboxen
  • Plattenspieler ohne Vorstufe an Phono-Eingang oder externe Phono-Stufe
  • Nie zweimal vorverstärken, nie ganz ohne Vorstufe

Welche Lösung für wen?

Für Einsteiger, Mieter und kleine Wohnungen ist ein Plattenspieler mit Vorstufe unkompliziert. Wer bereits einen Verstärker mit Phono-Eingang besitzt, braucht keine eingebaute Vorstufe, kann sie aber ausschalten und dem Verstärker die Arbeit überlassen.

Wer Schritt für Schritt aufrüsten will, kauft einen Plattenspieler mit abschaltbarer Vorstufe und kann später einen externen Vorverstärker ergänzen. Wer vor dem Kauf grundsätzlich vergleicht, findet in Worauf beim Plattenspieler-Kauf achten eine Checkliste.

Klang und Einfluss auf das Ergebnis

Eine Vorstufe beeinflusst Rauschen, Verzerrung und Frequenzgang. Gute Geräte arbeiten hier sehr sauber, Unterschiede treten vor allem bei hochwertigen Tonabnehmern und guten Lautsprechern hervor. Bei einfachen Aktivboxen und einem Einsteiger-System ist der Gewinn durch eine Zusatzstufe meist gering.

Gleichzeitig spielen Kabel, Erdung und Aufstellung eine Rolle. Eine schlechte Masseverbindung verursacht Brummen, auch bei einer erstklassigen Vorstufe. Prüfen Sie daher zuerst die Verkabelung, bevor Sie Geld in ein neues Gerät stecken.

Netzteile externer Vorstufen sollten nicht direkt neben dem Plattenspieler oder dem Tonabnehmerkabel liegen, da sie Störungen einstreuen können.

Hinweis:Elektrische Geräte nur an geeigneten Steckdosen betreiben und nur mit gezogenem Netzstecker anschließen oder umstecken. Gehäuse nicht selbst öffnen.

Häufige Fragen

Brauche ich zwingend einen Vorverstärker? Ja, im Signalweg muss immer einer sitzen, sei es im Plattenspieler, im Verstärker oder als eigenes Gerät.

Kann ich einen Plattenspieler mit Vorstufe an den Phono-Eingang anschließen? Nur wenn Sie die eingebaute Vorstufe abschalten. Sonst wird doppelt verstärkt.

Ist eine externe Vorstufe immer besser? Nicht zwingend. Sie bietet Aufrüstbarkeit, ob sie klanglich hörbar besser ist, hängt von Gerät und Tonabnehmer ab.

Reicht ein MM-Phono-Eingang für ein MC-System? Meist nicht. MC-Systeme brauchen mehr Verstärkung oder einen Step-up-Übertrager.

Was Sie dafür brauchen