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Problemlösung

Plattenspieler brummt

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Ein tiefes Brummen oder Summen stört jede Platte. Meist lässt es sich ohne Werkzeug beheben, weil die Ursache in Erdung, Verkabelung oder Aufstellung liegt. Diese Seite zeigt Ihnen die häufigsten Ursachen, eine Prüfreihenfolge und einfache Lösungen. Wo es um Netzspannung geht, finden Sie den klaren Hinweis, wann eine Elektrofachkraft nötig ist.

Brummen genau beschreiben

Zunächst lohnt es sich, das Geräusch genau zu hören. Ein gleichmäßiges tiefes Brummen, oft bei 50 Hz, deutet auf Erdungs- oder Einstreuungsprobleme hin. Ein Rumpeln, das nur bei laufendem Teller auftritt, kommt eher vom Antrieb oder von Trittschall. Ein Dröhnen bei höherer Lautstärke weist auf Rückkopplung hin.

Notieren Sie, wann das Geräusch auftritt: Auch bei ruhender Nadel? Nur beim Drehen des Tellers? Nur an bestimmten Eingängen? Diese Informationen führen schnell zur Ursache.

Schritt 1: Masseleitung prüfen

Die Masseleitung ist ein dünnes Kabel vom Plattenspieler zur GND-Klemme am Phono-Eingang des Verstärkers. Sie leitet Störspannungen ab. Sitzt sie lose oder fehlt sie, entsteht häufig ein deutliches Brummen.

Schalten Sie das Verstärkerlautstärke auf null, ziehen Sie vorsichtshalber den Netzstecker des Verstärkers und klemmen Sie die Leitung sauber unter die Schraube. Dann Verstärker wieder einschalten und neu prüfen. Wie der Anschluss sonst aussieht, zeigt Plattenspieler anschließen.

Besitzt der Verstärker keine GND-Klemme, etwa bei einem Gerät ohne Phono-Eingang oder bei Aktivboxen, schauen Sie in die Anleitung, wo der Hersteller die Masse vorgesehen hat.

Schritt 2: Kabel und Netzteile sortieren

Cinch-Kabel können Netzbrummen aufnehmen, wenn sie parallel zu Stromleitungen oder direkt neben einem Netzteil liegen. Trennen Sie Signal- und Netzkabel räumlich, kreuzen Sie sie nötigenfalls im rechten Winkel.

Netzteile von Plattenspieler, externer Vorstufe oder Router sollten nicht direkt am Tonabnehmerkabel oder am Tonarm liegen. Verlängerungen mit vielen Steckern erzeugen Störfelder. Prüfen Sie auch, ob ein Cinch-Stecker locker sitzt oder korrodiert ist, und tauschen Sie das Kabel zur Probe.

Hören Sie das Brummen auch, wenn der Plattenspieler ausgesteckt ist? Dann kommt es wohl vom Verstärker oder von einem anderen Gerät.

Hinweis:Elektrische Arbeiten gehören nur in Fachhände. Öffnen Sie keine Gehäuse und keine Netzteile. Bei Verdacht auf einen Defekt, Wärmeentwicklung oder Geruch Gerät sofort vom Netz trennen und eine Elektrofachkraft hinzuziehen.

Schritt 3: Eingang, Vorverstärker und Schalter

Ein falscher Eingang kann ebenfalls zu Störungen führen. Ein Plattenspieler mit eingeschalteter Vorstufe gehört an Line oder AUX, nicht an den Phono-Eingang. Sonst wird doppelt verstärkt, was Rauschen und Brummen hörbar macht. Stehen Schalter und Eingang richtig, ist das Problem geklärt oder eingegrenzt.

Wie sich die beiden Konzepte unterscheiden, erklärt Plattenspieler mit oder ohne Vorverstärker. Wenn Sie den Verstärker wechseln können, probieren Sie einen anderen Eingang oder ein anderes Gerät aus, um den Fehler einzugrenzen.

Schritt 4: Aufstellung und Schwingungen

Stellen Sie den Plattenspieler nicht auf denselben Untergrund wie Lautsprecher oder Subwoofer. Schwingungen laufen über das Möbel in den Tonabnehmer und kommen als Dröhnen zurück. Ein stabiler Standort, eine eigene Wandkonsole oder eine Dämpfungsplatte helfen.

Prüfen Sie außerdem, dass Teller, Filzmatte und Riemen sauber sitzen. Bei Riemenspielern kann ein lockerer oder verschlissener Riemen Geräusche verursachen. Mehr zu den Antrieben lesen Sie in Direktantrieb oder Riemenantrieb.

Sonderfall: Brummschleife

Eine Brummschleife entsteht, wenn mehrere Geräte über Netz und Signalkabel zugleich mit Masse verbunden sind. Dann fließen kleine Ausgleichsströme, die als Brummen hörbar werden. Typisch ist das, wenn der Verstärker zusätzlich über Fernseher, Receiver oder Computer verbunden ist.

Hilfreich ist, alle beteiligten Geräte an dieselbe Steckdosenleiste anzuschließen. So liegen sie auf gleichem Potenzial. Entfernen Sie testweise einzelne Verbindungen, etwa das Antennenkabel, um die Schleife zu finden. Ein Entstörfilter für Cinch-Leitungen kann das Problem lösen, ist aber nur die zweite Wahl nach der Ursachenforschung.

Das Auftrennen von Schutzleitern oder Basteln an der Netzverkabelung kommt nie infrage. Es ist lebensgefährlich und unzulässig.

Hinweis:Entfernen oder überbrücken Sie niemals den Schutzleiter eines Netzsteckers, auch nicht, um Brummen zu beseitigen. Das ist gefährlich und Fachleuten vorbehalten.

Wenn das Brummen bleibt

Bleibt das Geräusch trotz aller Maßnahmen, probieren Sie eine andere Steckdose oder eine andere Steckdosenleiste. Manchmal wirken Dimmer, LED-Netzteile oder Ladegeräte in der Nähe. Eine fehlerhafte Hausinstallation lässt sich nur von einer Elektrofachkraft prüfen.

Scheint das Gerät selbst defekt, wenden Sie sich an den Hersteller oder Händler. Auch ein abgenutzter Tonabnehmer oder ein defektes Tonarmkabel kann Geräusche verursachen. Schauen Sie sich bei einem Neukauf die Hinweise in Worauf beim Plattenspieler-Kauf achten an. Geeignete Modelle finden Sie im Ratgeber Plattenspieler für Einsteiger.

Häufige Fragen

Warum brummt mein Plattenspieler nur bei laufendem Teller? Dann kommt das Geräusch häufig vom Motor, vom Riemen oder von Schwingungen im Untergrund.

Hilft ein anderes Cinch-Kabel? Ja, bei defekten oder schlecht abgeschirmten Kabeln. Teures Zubehör ist nicht nötig.

Muss ich die Masseleitung immer anschließen? Bei Geräten mit Phono-Eingang und GND-Klemme ja. Sonst richten Sie sich nach der Anleitung.

Ist Brummen gefährlich? Das Geräusch selbst nicht. Bei Hitze, Brandgeruch oder Funken trennen Sie das Gerät sofort vom Netz.

Was Sie dafür brauchen