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Ratgeber

Rumpelfilter und Subsonic-Filter erklärt

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Manche Plattenspieler lassen Lautsprecher bei bestimmten Platten wackeln, ohne dass man etwas Tiefes hört. Verantwortlich sind sehr tiefe Frequenzen. Ein Rumpelfilter oder Subsonic-Filter kann Abhilfe schaffen. Dieser Beitrag erklärt, was dahintersteckt, wo man solche Filter findet und wann sie sinnvoll sind.

Was ist Rumpeln

Rumpeln ist ein tieffrequentes Störgeräusch, das vom Plattenspieler selbst erzeugt wird: durch Lagerreibung, Motorvibrationen, Verzug der Platte oder Erschütterungen von außen. Die Frequenzen liegen oft unter 20 Hertz und sind kaum hörbar, belasten aber Lautsprecher, weil sie große Auslenkungen verursachen.

Zusätzlich können Platten mit Wellen und Verzug tieffrequente Signale erzeugen. Auch Trittschall und Vibrationen im Raum spielen eine Rolle. Gute Aufstellung vermindert das, siehe Plattenspieler-Ständer und Aufstellung.

Rumpelfilter und Subsonic-Filter

Ein Rumpelfilter ist ein Hochpassfilter, das Frequenzen unterhalb einer Grenze dämpft. Subsonic-Filter bezeichnen dasselbe Prinzip und werden oft für Filter unterhalb des Hörbereichs genutzt. Beide schneiden sehr tiefe Frequenzen ab, ohne den hörbaren Bass wesentlich zu verändern, wenn sie gut gewählt sind.

Phono-Vorstufen und Verstärker haben teils solche Filter eingebaut, manchmal schaltbar. Wirkung und Einsatzfrequenz unterscheiden sich. Informationen zur Signalkette: Phono-Vorverstärker.

Wann der Filter hilft

Wenn die Tieftöner bei lauter Musik oder beim Absetzen der Nadel stark pumpen, obwohl kein Bass zu hören ist, kann der Filter helfen. Auch bei verzogenen Platten und älteren Geräten mit Rumpeln lohnt der Versuch. Der Verstärker wird entlastet, was Verzerrungen mindern kann.

Der Filter ist jedoch kein Ersatz für Beseitigung der Ursache. Prüfen Sie Aufstellung, Lager und Platten. Wenn Sie den Filter aktivieren, achten Sie darauf, dass der Klang nicht dünn wirkt.

Nachteile und Einstellung

Ein zu hoch angesetzter Filter beschneidet den Tiefbass, den manche Musik enthält. Hörbar wird das bei Orgelmusik oder Elektronik mit tiefen Tönen. Wählen Sie, wenn einstellbar, eine niedrige Grenzfrequenz. Beobachten Sie, ob die Wirkung wahrnehmbar ist, und schalten Sie den Filter ab, wenn er nichts bringt.

Zusätzlich beeinflussen Filter die Phase minimal. Für die meisten Hörer ist das nicht relevant. Wer sensibel ist, vergleicht mit und ohne Filter bei vertrautem Material.

Wo man Filter findet

Viele Verstärker bieten einen Schalter mit der Bezeichnung Subsonic oder Rumble. Phono-Vorstufen haben ihn oft ebenfalls. Digital lassen sich Filter in Software oder Digitalprozessoren einsetzen. Manche aktiven Lautsprecher haben Hochpassfilter eingebaut.

Wenn Ihre Geräte keinen Filter haben, ist ein externer Entzerrer eine Option. Meist reicht jedoch die Beseitigung der Ursache. Siehe dazu Plattenspieler brummt.

Praxisbeispiel

Ein älterer Plattenspieler überträgt Trittschall aus dem Holzboden. Die Lautsprechermembranen wackeln sichtbar bei bestimmten Schritten. Mit einem stabilen Ständer und aktiviertem Subsonic-Filter am Vorverstärker ist die Bewegung deutlich geringer. Der hörbare Klang bleibt gleich. Das zeigt, dass beide Maßnahmen zusammen wirken.

Kurz zusammengefasst

Rumpeln ist tiefes Störrauschen, das Lautsprecher belastet. Subsonic-Filter schneiden es ab. Nutzen Sie ihn bei Bedarf, aber beseitigen Sie zuerst die Ursachen durch gute Aufstellung und gepflegte Platten.

Weitere Ursachen für tiefe Störungen

Neben Lager und Verzug können auch Rückkopplungen vom Lautsprecher zum Plattenspieler tiefe Störungen auslösen. Dabei schwingt der Tonarm im Rhythmus des Basses mit, was zu Dröhnen führt. Abhilfe schaffen eine entkoppelte Aufstellung und Abstand zu den Boxen. Auch ein falsch eingestelltes System oder eine zu lockere Auflagekraft können tiefe Geräusche verstärken. Prüfen Sie diese Faktoren, bevor Sie einen Filter einsetzen. Hinweise zur Aufstellung: Plattenspieler-Rückkopplung vermeiden.

Messen und Hören

Ob ein Filter nötig ist, lässt sich mit einfachen Mitteln beurteilen. Starten Sie eine Platte mit stiller Passage bei niedriger Lautstärke und beobachten Sie die Tieftöner. Bewegen sie sich sichtbar, obwohl nichts zu hören ist, sind tiefe Anteile im Signal. Schalten Sie den Filter ein und prüfen Sie die Veränderung. Verändert sich die Bewegung, wirkt der Filter. Hören Sie bewusst auf den Klang: Bleibt der Bass erhalten, ist die Einstellung gut. Verschwindet Fülle, wählen Sie eine niedrigere Grenze.

Zubehör und Alternativen

Wenn Ihr Verstärker keinen Filter hat, lohnt sich ein Vorverstärker mit Subsonic-Funktion. Alternativ helfen schwere Unterlagen und Entkopplungsfüße, die Vibrationen vor dem Entstehen mindern. Bei Lautsprechern mit Bassreflexöffnung kann ein Stopfen die Auslenkung im Tiefbass reduzieren. Das ist jedoch eine Änderung am Lautsprecher und sollte nach Herstellerangaben erfolgen.

Kurz-Check bei Rumpeln

Prüfen Sie Aufstellung, Platte, Lager und Riemen. Schalten Sie danach den Filter zu und achten Sie auf die Reaktion der Tieftöner. Prüfen Sie, ob sich der Klang bei Musik mit Tiefbass verändert. Notieren Sie die Einstellung, mit der Sie zufrieden sind. So haben Sie eine klare Referenz für spätere Änderungen.

Häufige Fragen

Verändert der Filter den Klang? Bei gut gewählter Grenze kaum hörbar, zu hohe Werte beschneiden Bass.

Brauche ich einen Filter? Nur wenn Rumpeln oder Pumpen auftritt.

Was ist der Unterschied zu einem Tiefpass? Ein Tiefpass schneidet hohe Frequenzen ab, ein Hochpass tiefe.

Hilft ein Filter gegen Brummen? Nein, Brummen ist ein anderes Problem mit höherer Frequenz.

Was Sie dafür brauchen