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Anleitung

Tonabnehmer mit Schablone justieren

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Ein Tonabnehmer, der nicht exakt ausgerichtet ist, kann Verzerrungen erzeugen und die Platte ungleich belasten. Die Justage mit einer Schablone ist ein Schritt, der Ergebnis und Nadelverschleiß verbessern kann. Viele Einsteigergeräte kommen werkseitig vormontiert, bei Systemwechsel oder Selbstmontage lohnt die Kontrolle. Hier lesen Sie, wie sie funktioniert.

Warum die Ausrichtung zählt

Beim Abspielen führt der Tonarm die Nadel auf einem Kreisbogen über die Platte, während die Rille eine Spirale bildet. Dadurch weicht der Winkel zwischen Nadel und Rille leicht ab. Man spricht vom Spurfehlwinkel. Durch geschickte Wahl von Überhang und Offset-Winkel lässt sich dieser Fehler über die Platte verteilen und klein halten.

Falsch montierte Systeme erhöhen den Spurfehlwinkel, was zu Verzerrungen, ungleichem Verschleiß und Zischlauten führen kann. Der Effekt ist subtil, aber hörbar bei höherer Qualität der Anlage. Grundlagen zum Tonarm zeigt die Zeichnung.

Was Sie brauchen

Eine Justageschablone (Protractor) passend zum Tonarm, kleine Schraubendreher oder Inbusschlüssel, eine Pinzette für feine Anschlüsse, eine ruhige Fläche und gutes Licht. Der Überhang und die Geometrie hängen vom Tonarm ab. Die Angaben finden Sie in der Anleitung des Plattenspielers oder auf der Webseite des Herstellers. Viele Hersteller liefern Schablonen für ihre Geräte mit.

Wenn Sie keine Vorlage haben, erhalten Sie passende Schablonen online zum Ausdrucken oder im Fachhandel. Achten Sie darauf, dass der Ausdruck im Maßstab 100 Prozent erfolgt, denn ein verkleinerter Ausdruck führt zu falschen Werten.

Schritt für Schritt justieren

Entfernen Sie den Nadelschutz erst, wenn die Nadel nicht mehr gefährdet ist, und arbeiten Sie vorsichtig. Die Nadel ist empfindlich. Legen Sie die Schablone auf den Teller, sodass das Loch über der Spindel sitzt. Senken Sie die Nadel auf den ersten Referenzpunkt und prüfen Sie, ob das System parallel zu den Gitterlinien steht.

Lösen Sie die Befestigungsschrauben des Systems leicht, verschieben Sie es im Headshell vor oder zurück und drehen Sie es, bis die Position stimmt. Dann Schrauben festziehen, ohne dass sich das System verschiebt. Danach gegenprüfen.

Nach der Justage stellen Sie Auflagekraft und Antiskating neu ein, siehe Auflagegewicht und Antiskating einstellen und den Rechner für Auflagegewicht und Antiskating.

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    Schablone passend zum Tonarm bereithalten.

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    System im Headshell leicht lösen.

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    Nadel auf den ersten Referenzpunkt setzen.

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    System ausrichten, bis die Nadel beide Punkte trifft und das System parallel steht.

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    Schrauben festziehen und Auflagekraft neu einstellen.

Typische Fehler

Häufig wird die Schablone zu klein ausgedruckt oder falsch auf dem Teller platziert. Auch das Verrutschen beim Festziehen der Schrauben ist ein Klassiker. Ein weiterer Fehler: Überhang und Offset sind nicht aufeinander abgestimmt, weil die Schablone nicht zum Tonarm passt. Kontrollieren Sie die Angaben zur effektiven Länge.

Ebenfalls zu beachten: Die Nadelspitze, nicht der Systemkörper, ist der Bezugspunkt. Arbeiten Sie nicht mit Gewalt, und schützen Sie die Nadel vor Berührung.

Welche Schablonen es gibt

Es gibt Schablonen für unterschiedliche Geometrien, benannt nach Konstrukteuren, deren Lösungen den Spurfehlwinkel an bestimmten Stellen der Platte minimieren. Sie unterscheiden sich in den Referenzpunkten. Für Einsteiger genügt die Schablone, die der Hersteller empfiehlt, oder eine allgemein verbreitete. Wichtig ist, bei einer Variante zu bleiben.

Fortgeschrittene können verschiedene Geometrien ausprobieren und vergleichen, was ihnen besser gefällt. Das ist Geschmackssache und nicht zwingend nötig.

Wann Justage nötig ist

Nach dem Wechsel des Systems, nach einem Tonarmumbau oder wenn der Klang verzerrt wirkt. Bei vorjustierten Systemen mit Headshell, etwa an Geräten mit festem Headshell oder bei Einsteigergeräten mit werkseitiger Montage, entfällt der Schritt meist. Mehr zum Systemwechsel: Tonabnehmer-System wechseln und einbauen.

Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich vom Fachhandel helfen. Eine fehlerhafte Montage kann Nadel und Platten schädigen.

Kurz zusammengefasst

Mit passender Schablone, ruhiger Hand und Geduld justieren Sie das System selbst. Danach Auflagekraft und Antiskating neu einstellen und kurz prüfen, ob der Klang sauber ist.

Praxisbeispiel: System nach dem Wechsel ausrichten

Sie haben ein neues System montiert und möchten es justieren. Zuerst bringen Sie das Headshell in eine bequeme Arbeitsposition, falls es abnehmbar ist. Sie setzen das System grob an, lassen die Schrauben locker und legen die Schablone auf. Nun schieben Sie das System vor, bis die Nadel den ersten Punkt trifft, richten es parallel aus und ziehen die Schrauben abwechselnd an. Eine zweite Kontrolle am anderen Referenzpunkt zeigt, ob die Ausrichtung stimmt. Danach hören Sie mit bekannter Musik und prüfen, ob Zischlaute sauberer klingen.

Hilfsmittel und Tipps

Eine Lupe und eine ruhige Hand sind wichtiger als teures Werkzeug. Arbeiten Sie mit eingeschaltetem Licht von der Seite, damit Sie die Nadel gut erkennen. Wenn die Position schwer zu beurteilen ist, hilft ein Foto von oben mit angelegter Schablone. Lassen Sie sich Zeit, denn die Justage ist ein Vorgang, der mit Geduld gelingt. Notieren Sie sich die Werte für künftige Systemwechsel.

Häufige Fragen

Muss ich justieren, wenn das System vormontiert ist? Meist nicht. Prüfen Sie die Werksmontage nur, wenn der Klang auffällig verzerrt ist.

Brauche ich die Schablone des Herstellers? Sie ist die beste Wahl, wenn vorhanden. Sonst genügt eine passende allgemeine.

Beschädige ich die Nadel beim Justieren? Bei Vorsicht nicht. Gehen Sie langsam vor und vermeiden Sie Druck auf die Nadel.

Wie oft muss ich nachjustieren? Nur bei Änderungen am System oder bei Auffälligkeiten.

Was Sie dafür brauchen